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Bei traumhaft schönem Wetter starteten wir (eine Gruppe von 9 munteren Wanderreitern) am Samstagmorgen in Fernthal, um gemeinsam zur Skihütte auf dem Malberg zu reiten. Um halb 11 zog unser Tross los. Über Breitscheid und über den Lacherstall erreichten wir nach gut einer Stunde gemütlichen Bergabreitens die Wied. Eins der Pferde hatte bis dato noch nie einen so großen Bach durchquert, durch die vorangegangenen Regenfälle hatte die Wied diesmal ca. 25 cm Wasserstand. Während die anderen Pferde bereits munter planschten, brauchte „Bob“ noch ein wenig Überredungskunst, gab sich nach 10 Minuten aber geschlagen und ging rückwärts brav in die Wied. Und siehe da, als er endlich im Wasser stand, fing auch er an mit Wassertreten „a ´la Kneipp“. Das erste schwierige Hindernis lag also hinter uns. Weiter führte uns der Weg durchs flach ansteigende Wallbachtal, links und rechts wölbte sich der Wald gen Himmel. Vorbei an der Wallburg ritten wir Richtung Rheinhöhenweg. Der lang gezogene Weg lud zum Gruppentrab ein. Flott, aber gesittet ging es bergan. Weiter verlief unser Ritt über Reidenbruch, auf sandigen Kieswegen durch Kiefern- und Fichtenwald gelangten wir bis zum Anstieg auf den Mahlberg. Kur vor dem Ziel passierte es. „Sunday“ zog sich innerhalb von 20 m auf einem steilen Teilstück beide Vordereisen ab. Ein kurzer Anruf bei Valerie – der guten Seele des Stalls – sorgte für eine Lieferung von Amboss, Hammer und Nägel auf die Skihütte. Ja, im Westerwald gibt es tatsächlich eine Skihütte.
Nach gut drei Stunden konnte Rast gemacht werden. Uns erwartete ein herrlicher Rundumblick bis in die Voreifel und den Westerwald Richtung Kurtscheid und Fernthal. Hungrig und durstig sattelten wir unsere Pferde ab, und studierten die Speisekarte. Die Auswahl war sehr gut. Pommes, Kartoffelsalat und Würstchen waren ebenfalls auf der Karte zu finden wie Rindersteak und fünf verschiedene Sorten Kuchen. Nach einer guten Stunde verdienter Rast und Hufeisenaufnageln sattelten wir die Pferde und traten den Rückweg nach Fernthal an. Auf einem kurzen Stück Westerwaldsteig schlängelten wir uns entlang des Malbergs hinab ins Niederbreitbacher Wiedbachtal. Über einen Campingplatz und die Wiedbrücke ging es ins Fockenbachtal. Dort erwartete uns eine vollkommen andere Landschaft. War das Wied- und auch das Wallbachtal noch weitläufig, so wirkte das Fockenbachtal schon eher Schluchtenartig. Entlang des gurgelnden Fockenbachs ging es weiter bis zum Fliegerdenkmal unterhalb Verscheids. Dort ließen wir die Pferde trinken und sogar der einst wasserscheue „Bob“ ging schnurstracks in das kühle Nass. Den letzten Anstieg trabten wir wieder gemeinsam bis zum Gasthof Paganetti. Über Verscheid, Hochscheid und Breitscheid ging es dann zurück zum heimatlichen Stall. Insgesamt lagen rund 500 Höhenmeter und ca. 35 km Wegestrecke hinter uns, die wir in insgesamt 6 Stunden Rittzeit quer durch eine traumhafte Landschaft bewältigten. Am Stall angekommen loderte bereits die Grillglut und das Bierchen war auch schon kalt gestellt. Gemeinsam blickten wir auf unseren tollen Tag zurück und ließen an der obligatorischen „Ghetto-Tonne“ den Abend gemütlich ausklingen. Eins nahmen wir uns vor: Dies wird sicher nicht der letzte Wanderritt powered by CT gewesen sein.
Text: Cassandra Mrotzeck
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