Claus Theurer Westernreiten

Araberkurs im Westerwald – Horsemanship trifft Trail

Am 25. und 26.06. wurde es in Fernthal ein wenig Arabisch. Sieben Araber-Reiter kamen auf die Anlage, um gemeinsam Horsemanship und Trail zu trainieren, um zu „Klönen“, wie der Rheinländer sagt und um einen netten Grillabend miteinander zu verbringen. Mit von der Partie waren 2 Shagyas, 2 Vollblut-Araber, zwei Quarter-Araber-Mixe und ein Pinto-Araber, die trotz „Lärmbelästigung am Arbeitsplatz“ alle sehr relaxt waren. Denn auf dem Dach der Reithalle wurde während des gesamten Kurses an der Photovoltaik-Anlage gewerkelt, was allerdings für wenig Aufsehen sorgte. Lediglich Purzel, ein Noriker-Wallach, nutze zur Erheiterung seines Besitzers die Mittagspause, um schnaubend durch die Halle zu tänzeln.

Warum ein Kurs extra für Araber?
Viele Einsteiger trauen sich nicht so recht mit ihren Arabern unter Quartern, Paints und Co. zu trainieren, geschweige denn auf ein Turnier zu gehen, aus Angst belächelt zu werden, weil sie eben „nur“ einen Araber haben. Dass solche Vorbehalte eigentlich unbegründet sind, soll ein Araber-Kurs aufzeigen. Zudem ist es immer wieder schön unter Gleichgesinnten mit ähnlichen arabischen Problemchen zu trainieren. So sieht man bei Arabern bauartbedingt häufiger, dass sie von Natur aus die Hinterhand nicht ganz so gut unter ihren Schwerpunkt bekommen um Last aufzunehmen, wie z.B. ein Quarterhorse.

Gezielte Übungen zum Aktivieren der Hinterhand am Samstagvormittag halfen, sodass die Pferde bereits sonntags – für jeden deutlich sichtbar – schon viel besser die „Hinterkarre“ einsetzten, als noch zu Beginn des Kurses. Weiterhin wurde an der Durchlässigkeit gearbeitet. Punktgenaues Anreiten, sowie Halten waren ebenso Bestandteil wie Sitzkorrekturen und Verbesserung der Hilfengebung. Eine kleine Horsemanship-Pattern mit Erläuterungen von Claus war für die Teilnehmer der krönende Abschluss.
Samstagabend fand stallintern ein kleines Grillfest statt, zu dem die Kursteilnehmer natürlich ebenfalls eingeladen wurden. Spontan gab es an diesem Abend ein Photoshooting mit Roberto und Maike, die in der Stallgasse eine Leinwand sowie eine Blitzanlage aufbauten und fleißig Bilder von den Pferden machten.
Gemeinsam wurde danach gegrillt und spät bis in den Abend zusammen gesessen.

Sonntagmorgens wurde am Trail gearbeitet. Besonders wichtig waren auch hier wieder ein gradegerichtetes Pferd beim Anreiten eines Hindernisses, Taktvorgabe des Reiters und Loslassen des Pferdes im richtigen Moment.
Zudem sollte man grade als Araberreiter drauf achten, das Hindernis in seine Einzelteile zu zerlegen und z.B. am Stangen-L jeden einzelnen Schritt heraus zu reiten, anstatt das Pferd „durchlatschen“ zu lassen. Sollte sich nämlich an dem Hindernisse in der Prüfung mal eine kleine Abweichung ergeben, nimmt der in er Regel sehr intelligente Araber die Übung vorweg, getreu dem Motto: „Ich weiß, wies geht!“ und es kommt zu Penalties. Wichtig ist, dass der Reiter gedanklich immer einen Schritt weiter als das (arabische) Pferd ist und im Training keine Langeweile aufkommen lässt. Dann klappt es auch mit der Konkurrenzfähigkeit bei Paint, Quarter und Co. ;-)

Bericht: Cassandra Mrotzeck


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